Sportstudierende fit für die soziale Praxis machen

Seit dem Sommersemester 2019 haben die Studierenden der Sportwissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz die Möglichkeit das Prädikat „Sport Sozial“ zu erlangen. Ziel ist es, das Berufsfeld Sport in sozialer Verantwortung für die Studierenden zu öffnen und die Möglichkeiten von Bewegung in sozialen Settings aufzuzeigen.

 

Auch die Wissenschaft hat großes Interesse an diesem Thema. Wird dem Sport von Seiten der Politik und des organisierten Sports große soziale Wirkkraft zugeschrieben und zahlreiche Praxisprojekte durchgeführt, hängt hier die Wissenschaft der Praxis um einiges hinterher. Bevor jedoch der Sport Effekte erzielen kann, müssen zunächst Zugänge für Zielgruppen geschaffen werden, die verminderte Teilhabechancen haben. Studierende die das Prädikat erlangen wollen, sollen dieser Fragestellung nachgehen, in die Praxisfelder reinschnuppern und Angebote für Zielgruppen inszenieren die von sozialer Ungleichheit betroffen sind.

Über 15 Kooperationspartner aus verschiedenen Praxisfeldern im Raum Mainz, konnten für das Projekt gewonnen werden. Dies zeigt wie groß das Interesse an Sport und Bewegung in sozialen Institutionen ist und auch eine berufliche Zukunft für die Studierenden darstellen kann. Einrichtungen wie z.B. der integrative Kindergarten Hand in Hand auf dem Hartenberg oder das Mädchen Haus in der Innenstadt Mainz, erhoffen sich durch das Projekt mehr Bewegung zu etablieren, für ihre Zielgruppen zu öffnen und von der möglichen Wirkung zu profitieren.

Im nächsten Semester schließen die ersten Studierenden das Prädikat ab und haben sich dann praktisch sowie wissenschaftlich dem Thema genähert. In Zukunft soll das Netzwerk erweitert und etabliert werden, um so von der gegenseitigen Expertise zu profitieren und verschiedene Berufsfelder zusammen zu bringen. Das Prädikat öffnet die Möglichkeit, durch viele kleine Projekte mehr über die Zugangsmöglichkeiten und Effekte des Sports in sozialer Verantwortung zu erfahren und vor allem auch regionale Player zusammen zu bringen.

Im Sinne des Service Learnings können auch soziale Einrichtungen von dem Projekt profitieren und sich beraten lassen, wenn Interesse an Kooperation bestehen oder Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen benötigt wird.

Weitere Informationen unter: https://sportsozial.sport.uni-mainz.de

 

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