Dr. Nils Haller forscht an Verfahren zur objektiven Messung der Belastung im Spitzensport

Verletzungen im Sport ereignen sich häufig aufgrund von hohen Belastungen, vor allem dann, wenn Athleten*innen nicht ausreichend auf diese Belastungen vorbereitet sind. Als Mitarbeiter der Abteilung Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation von Prof. Dr. Dr. Perikles Simon forscht Herr Dr. Haller seit 2014 am Institut für Sportwissenschaft JGU Mainz zum Thema Belastungssteuerung im Spitzensport.
Dr. Nils Haller

In seiner Forschung beschäftigt sich der Wissenschaftler intensiv mit der Frage, wie man die Belastung von Sportlerinnen und Sportlern objektiv messen kann; einer Frage, die derzeit im Spitzensport aufgrund eines eng getakteten Spielplans, aktueller denn je ist. In der ZDF-Sportreportage „Spiel mit der Gesundheit – Überbelastung im Mannschaftssport“ spricht Herr Dr. Haller über mögliche Folgen und Risiken für Top-Athleten*innen.

„Load Monitoring“, also das Überwachen der Trainingsbelastung, kann helfen die Belastung für Spitzensportler*innen optimal zu dosieren, um größtmögliche Trainingseffekte zu erzielen und gleichzeitig die Verletzungsgefahr zu minimieren. Trotz einer Vielzahl von verfügbaren Messinstrumenten wie Fragebögen, Biomarkern oder Trackingsystemen gibt es aktuell noch keinen einheitlichen Ansatz zur Bestimmung der Belastung von Sportlerinnen und Sportlern. Dies nahm der Forscher zum Anlass der Frage nachzugehen, wie man die Belastung und Ermüdung objektiv mit Biomarkern aus dem Blut quantifizieren kann. Seit etwa 10 Jahren wird in der Abteilung Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation über die Eignung zell-freier, zirkulierender DNA (cfDNA) in der Belastungssteuerung von Athleten*innen geforscht. In dazu erschienenen Publikationen konnte die Arbeitsgruppe zeigen, dass cfDNA-Konzentrationen kurz nach einem Fußballspiel mehr als 20-fach (Haller et al., 2018) und in englischen Wochen sogar chronisch erhöht sind (Haller et al., 2019). Dies unterstreicht das enorme Potential des Biomarkers im Bereich der Belastungssteuerung.

Ein weiterführendes Forschungsprojekt zu dieser Thematik führt die Abteilung von Prof. Dr. Dr. Perikles Simon zurzeit in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Stöggl und Julia Blumkaitis von der Universität Salzburg durch.

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